Klavierbau Schaefer
Handwerk, das man hört
Nicht nur der Name zählt –
sondern Klang, Herkunft und die Qualität des Instruments
Amerikanischer & Hamburger Steinway
zwei Fertigungsstandorte, Eine Konstruktion
New York und Hamburg – zwei Fertigungsstandorte, eine gemeinsame Steinway-Tradition.
Beide Werke fertigen ihre Instrumente bis heute mit einem hohen Anteil an handwerklicher Arbeit und verbinden überlieferte Fertigungsmethoden mit moderner Präzision. Die grundlegende Konstruktion des Steinway-Flügels ist dabei an beiden Standorten dieselbe.
Der charakteristische, aus zahlreichen Holzlagen gebogene Rim, der Resonanzboden, die Stegkonstruktion, Mensur, Korpus, Rahmen und Mechanik folgen dem über Generationen entwickelten Steinway-Konzept. Auch bei den verwendeten Materialien und Fertigungsmethoden sind die Unterschiede zwischen New York und Hamburg im Laufe der Zeit weitgehend reduziert worden. Steinway selbst beschreibt beide Werke daher als eng miteinander verbundene Fertigungsstätten innerhalb derselben Tradition.
Ein Detail zeigt dennoch, dass beide Standorte ihre eigenen Fertigungstraditionen bewahrt haben: In New York werden die Hammerköpfe innerhalb der eigenen Manufaktur gefertigt, während sie in Hamburg von spezialisierten Zulieferern bezogen werden. Die klangliche Qualität entsteht jedoch erst im Zusammenspiel aller Komponenten – durch präzise Verarbeitung, Regulierung und die individuelle Intonation.
Gerade deshalb lässt sich der Charakter eines Steinway nicht allein anhand seines Herstellungsortes beurteilen. Auch Steinway weist darauf hin, dass sich zwei Instrumente, die nach denselben Vorgaben und mit denselben Materialien gefertigt wurden, individuell deutlich voneinander unterscheiden können. Das zeigt sich auch innerhalb der jeweiligen Fertigungsstätten: Flügel gleicher Größe und Bauart können selbst innerhalb des Hamburger oder des New Yorker Werkes klanglich unterschiedliche Persönlichkeiten entwickeln. Entscheidend ist letztlich der Charakter jedes einzelnen Instruments – und die Fähigkeit, diesen zu erkennen und musikalisch zur Geltung zu bringen.
Meine Wertschätzung für amerikanische Steinway-Flügel ist durch eigene Erfahrungen während meiner Lehrgänge bei Steinway & Sons in Hamburg geprägt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein amerikanischer Steinway D-Flügel, der im Hamburger Werk generalüberholt wurde – mit einem großen Bassvolumen und einer breiten dynamischen Bandbreite. Auch Musiker und Fachleute, die dieses Instrument im Hamburger Werk spielten und hörten, äußerten sich positiv über seinen Klang.
Diese Erfahrung hat meine Faszination für amerikanische Steinway-Flügel geprägt. Sie hat mir gezeigt, welches Potenzial in diesen Instrumenten steckt, wenn ihre individuellen Eigenschaften durch fachgerechte Überarbeitung, präzise Regulierung und Intonation herausgearbeitet werden.
Die von mir angebotenen amerikanischen Steinways verbinden die Herkunft und den Charakter des New Yorker Werkes mit einer fachgerechten Überarbeitung und ausgewählten originalen Steinway-Materialien aus Hamburg. Dabei geht es nicht darum, den individuellen amerikanischen Klang zu verändern, sondern die jeweiligen klanglichen und spieltechnischen Qualitäten jedes Instruments herauszuarbeiten und zu bewahren.
So stehen der amerikanische und der Hamburger Steinway nicht für „besser" oder „schlechter", sondern für zwei Fertigungsstandorte innerhalb derselben Tradition. Der eine wird häufig für seine kraftvolle, warme Klangentfaltung geschätzt, der andere für Klarheit, Transparenz und feine Differenzierung. Letztlich aber entscheidet nicht das Herkunftsschild über die Qualität eines Instruments, sondern sein individueller Charakter – und die Fähigkeit, diesen zu erkennen und musikalisch zur Geltung zu bringen.
Weiterführende Informationen
Wer die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Steinway-Fertigungsstätten näher kennenlernen möchte, findet im offiziellen Steinway-&-Sons-Magazin einen Einblick in die Fertigungstraditionen von New York und Hamburg.




Historische Pleyel Flügel
Die historischen Pleyel-Flügel aus Frankreich gehören zu den bekannten Instrumenten der europäischen Klavierbaugeschichte.
Das 1807 in Paris von Ignace Pleyel gegründete Unternehmen erlangte früh einen Ruf für elegante, klanglich nuancierte Instrumente.
Kaum ein Name ist dabei so eng mit Pleyel verbunden wie Frédéric Chopin. Er schätzte die Sensibilität, die feine Anschlagskultur und den singenden Ton der Pleyel-Flügel, die ihm eine differenzierte und ausdrucksvolle Interpretation ermöglichten.
Charakteristisch ist der transparente, farbenreiche Klang. Der warme Bass, die gesangliche Mittellage und der feine Diskant stehen für eine Klangästhetik, bei der nicht maximale Lautstärke, sondern Ausdruck und Klangfarbe im Mittelpunkt stehen.
Die handgefertigten Instrumente waren nie Massenprodukte, sondern Konzert- und Salonflügel. Besonders die frühen Pleyel-Flügel des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verkörpern bis heute die Klangkultur des französischen Klavierbaus und sind aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihrer unverwechselbaren Klangästhetik gefragte Sammler- und Konzertinstrumente.
Historische Rud. Ibach Flügel
Die historischen Flügel von Rud. Ibach Sohn gehören zu den bekannten Instrumenten der deutschen Klavierbaugeschichte.
Das bereits 1794 gegründete Unternehmen verband traditionelle Handwerkskunst mit einer eigenständigen Klangästhetik.
Besonders eng ist Ibach mit Richard Wagner verbunden. Ibach stellte Wagner mehrfach Flügel zur Verfügung. Auf dem Ibach-Flügel Nr. 7000 entstanden in Neapel Teile des „Parsifal". Auf dem Ibach-Flügel Nr. 8618 spielte Wagner noch am Abend vor seinem Tod in Venedig. Später durfte Ibach mit Genehmigung der Familie Wagner eine Baureihe als „Richard Wagner-Flügel" bezeichnen.
Die älteren Ibach-Flügel, insbesondere aus der Zeit um 1900 bis 1920, überzeugen durch ihren warmen, tragfähigen Klang, ihre feine Ansprache und ihre Ausdruckskraft. Sie verbinden deutsche Handwerkskunst mit einer individuellen Klangpersönlichkeit.
Gerade diese Verbindung aus historischer Bedeutung, handwerklicher Qualität und charaktervollem Klang macht die alten Ibach-Flügel für mich zu faszinierenden Instrumenten.

Ich freue Mich auf Ihren Besuch!
Besuchen Sie mich in meinem Klaviergeschäft in Gaggenau-Michelbach. Hier können Sie die Instrumente in Ruhe anspielen und sich selbst ein Bild vom Klang machen – das sagt oft mehr aus als jede Beschreibung.
Ich nehme mir Zeit für Ihre Fragen, egal ob Sie sich noch orientieren oder schon genau wissen, wonach Sie suchen. Mit meiner Erfahrung als Klavierbauer helfe ich Ihnen, das Instrument zu finden, das wirklich zu Ihnen passt.
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